Archiv für den Monat Oktober 2013

09

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02

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Sehr geehrter Herr Gervelmeyer,

… was für einen christlichen Glauben leben Sie denn eigentlich?
Ich war am Sonntag als Ausstellerin bei der DeMo in Osnabrück, die auf Ihrem, teils verpachtetem Gelände stattfand.
Ich habe als Kleinunternehmerin eine fünfköpfige Familie zu versorgen, was gelegentlich nicht einfach ist. An den Wochenenden bin ich oft deutschlandweit auf Messen & Märkten, und somit fern der Familie.
Ach wie hab ich mich auf die Messe am Sonntag gefreut! Wissen Sie, meine Kinder brauchen dringend Schuhe für die Übergangszeit. Und die Einnahmen hätten diese finanziert. Leider musste ich jedoch am Ende der Veranstaltung feststellen, daß Sie den Transporter, den ich mir für diesen Zweck geliehen hatte, abschleppen ließen! Halleluja!
Herr Gervelmeyer, ich weiß wirklich nicht ob Ihnen die Aktion (es waren ja ganze 11 Wagen die verschwanden) die Tür zum Himmel öffnet. Als Kopf der Zion GmbH, oder Lebenshilfe, sollte Nächstenliebe für Sie ja ein Begriff sein. Was bitte, hat das mit Nächstenliebe zu tun, Herr Gervelmeyer?
Ich weiß nicht, ob Sie die Grundgedanken Ihres Glaubens richtig erfasst haben.
Nun jedenfalls, dürfen meine Kinder noch ein bisschen länger in ihren Sommerschuhen zur Schule gehen. Denn 218€ hat mich diese unnütze Abschleppaktion gekostet. 218€, die für mich wahnsinnig viel Geld sind.
Es ist ja nicht so, daß mein Wagen eine Zufahrt versperrt, oder einen Rettungsweg behindert hätte. Es ist ja nur brachliegendes Gelände. Von niemandem genutzt. Ein Zettel an der Windschutzscheibe hätte vollkommen ausgereicht und ihr großes Herz bekundet.
Danke dafür!

Für Unwissende: Hier gibt es den Zeitungsartikel

http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/417259/zion-gmbh-lasst-bei-design-messe-abschleppen